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archiv veranstaltungen 2013
Jahresthema «Ökonomisierung des Alltags»

 
 
Mittwoch, 30. Januar 2013

Was nichts kostet, ist nichts Wert

Vortrag von Ueli Mäder, Soziologe, Universität Basel.

 
 

Ueli Mäder (Photo: Uni Basel)

 

Der ökonomische Blick bewertet die Herstellung und den Austausch von Gütern und Dienstleistungen nach ihrem wirtschaftlichen Nutzen, ihrem Aufwand und Ertrag. Diese Sichtweise bestimmt unser tägliches Arbeits-, Konsum- und Freizeitverhalten fast lückenlos.

In der Familie, unter Freuden, in der Nachbarschaft oder im ehren-amtlichen Engagement werden hingegen „Dienst“-Leistungen erbracht, die sich dieser wirtschaftlichen Denkweise (noch) entziehen. Doch auch in diesem Bereich gewinnen die Professionalisierung und Ökonomisierung an Boden. Für eine zunehmende Zahl von Dienst-leistungen, die in den informellen Netzwerken von Familie und Nach-barschaft erbracht werden, treten kommerzielle Anbieter auf dem Markt auf - und sie stossen in einer Gesellschaft der Individualisierung und Vereinzelung auf eine wachsende Nachfrage. Gleichzeitig bieten sie aber auch Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten für initiative Einzel-personen und Kleinunternehmen an.

Werden soziale Strukturen durch Geschäftsbeziehungen abgelöst? Gibt es Gewinner und Verlierer? Wie werden sich diese Veränderungen auf den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft auswirken, wenn alle nur noch Leistungen erbringt, die sich (ökonomisch) lohnen?

Der Soziologe Ueli Mäder zeigt in seinem Referat auf, welche Ent-wicklungen im Gang sind. Er geht der Frage nach, welche Veränderungen im sozialen Gefüge zu beobachten sind und wie sie sich im Hinblick auf den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft auswirken.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Was darf Gesundheit kosten?

Vortrag von Bernhard Studer, Facharzt für Allgemeine und innere Medizin FMH
 
 

Fortschritt, Anspruchshaltung und Kostendruck verändern das Gesundheits¬system. Beteiligt sind Leistungserbringer, Krankenversicherer, die öffentliche Hand und die Patientinnen und Patienten – mit je unterschiedlichen Interessen.

Wie kann den befürchteten negativen Auswirkungen des Kostendrucks auf den Umfang oder die Qualität der medizinischen Versorgung begegnet werden? Wie ist Qualität in der Medizin definiert? Wo und wie ist sie messbar? Ist das Machbare immer das Beste, worauf der Patient/die Patientin Anspruch hat? Welche Rolle spielen Kostenträger oder Leistungserbringer, zum Beispiel der Hausarzt?

Der Alltag in der medizinischen Grundversorgung hat sich in den letzten Jahren verändert.

Der Arzt Bernhard Studer kennt das komplexe Spannungsfeld aus langjähriger Erfahrung als praktizierender Hausarzt und Leiter einer HMO-Gruppenpraxis. Er wird die Hintergründe zur komplexen Thematik darlegen und darüber berichten, wie er den Wandel im Alltag erlebt hat, was ihm Sorgen bereitet, wo er aber auch Vorteile und Chancen für die Patientinnen und Patienten sieht.

 
 
 
Freitag, 6. September 2013

Geld ist nichts. Aber viel Geld , das ist was anderes.

Daniel Buser und Roland Suter (TOUCHE MA BOUCHE)
 
 
 

Daniel Buser und Roland Suter nehmen kabarettistisch und musikalisch Stellung zur unausweichlichen Ökonomisierung unseres Alltags. Natürlich kommen dabei Schalk, Doppelbödigkeit und Spitzfindigkeiten keineswegs zu kurz.

Darum werden notwendige Fragen wie „Was ist der Unterschied zwischen Ökonomie, Ökologie und Ökumene?“, „Ist Geiz geil oder steckt in jedem von uns ein heiliger Franziskus?“ und „Deckt die Kollekte am Schluss der Veranstaltung auch nur annähernd die geleistete Arbeit aller Beteiligter?“ gestellt - und klipp oder unklar beantwortet. "touche ma bouche" steht für kulturelle Delikatessen, inszenierte Spontaneität, und filousophische Tiefgründigkeit.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Behindert Ethik die Ökonomie?

Ein Podium zur Ökonomisierung der Arbeitswelt
 
 
 

Unser diesjähriges Podium thematisiert unter der Leitung von Cornelia Kazis die Ökonomisierungstendenzen in der Arbeitswelt und Wirtschaft.

Klaus Endress hat als CEO der Firma Endress+Hauser sowohl den Bezug zur Region Basel als auch die globale Weite durch die Tätigkeit des Unternehmens in 44 Ländern. Das Familienunternehmen beschäftigt weltweit mehr als 10‘000 Mitarbeiter.

Prof. Aymo Brunetti war Mitglied der Geschäftsleitung im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und ist seit Februar 2012 ordentlicher Professor für Wirtschaftspolitik und Regionalökonomie an der Universität Bern.

Daniel Häni ist zuständig für den Bereich Finanzen und Organisation beim „unternehmen mitte basel“ und bekannt im Zusammenhang mit der Initiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“, die am 4. Oktober im Bundeshaus eingereicht wird.

Cornelia Kazis ist seit 30 Jahren als Journalistin SRF Kultur, sowie als Referentin, Moderatorin, Erwachsenenbildnerin und Autorin tätig.