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archiv veranstaltungen 2011
Jahresthema «Der Mensch»

 
 
Donnerstag, 3. Februar 2011

Die Schöpfung: Alles nur ein Märchen?

Vortrag von Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler
Philosophisch-Pädagogische Hochschule Krakau
 
 
 

Gibt die Bibel heute noch eine Orientierung, die wir im Dialog mit den Naturwissenschaften verantwortungsvoll einsetzen können? Die moderne Physik dringt immer weiter zu den Grenzen vor. Immer unwahrscheinlicher wird im kosmologischen Geschehen ein Schöpfergott, der alles durch seine Hand steuert.

Vielmehr scheint der Zufall die Evolution voran zu treiben. Hat in so einem komplexen physikalischen System biblische Theologie überhaupt noch Platz? Und falls ja, welche Bedeutung hat sie (noch)? Greift Gott in das Weltgeschehen ein oder hat Evolution ein Ziel, eine Vorherbestimmung? Der Mensch scheint radikal auf sich allein gestellt und kämpft seinen Überlebenskampf im Räderwerk der Evolution. Die Freiheit des Menschen bleibt eine Illusion und Gott nichts anderes als ein Produkt des Gehirns.

Dieser Abend verspricht spannende Impulse und Einblicke ins Grenzgebiet zwischen Theologie und Naturwissenschaft. Oder gibt es letztlich zwischen den beiden gar keine Berührungspunkte?

Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler studierte Theologie, Physik und Philosophie und wurde mit einer fachübergreifenden Dissertation in Philosophie und Physik promoviert. Nach Abschluss des Habilitationsverfahrens ist er seit dem Jahr 2003 Professor an der philosophisch-pädagogischen Hochschule in Krakau und hat verschiedene Lehraufträge an anderen Universitäten inne.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Agression oder Kooperation

Menschliche Grundmotivation aus Sicht der Hirnforschung
Vortrag von Prof. Dr. med. Joachim Bauer, Freiburg
 
 

Was sind die Grundmotivationen menschlichen Verhaltens? Vertreter der sogenannten „Soziobiologie“ vertreten die Ansicht, der Egoismus sei die biologische Grundkonstante nicht nur des menschlichen Verhaltens, sondern der Biosphäre schlechthin. Kooperatives Verhalten sei lediglich ein Abkömmling primär egoistischer Interessen. Die moderne Gen- und Hirnforschung konnte zeigen, dass die soziobiologischen Dogmen nicht mehr haltbar sind.

Tatsächlich geht das Ausmaß menschlicher Kooperation weit über das hinaus, was durch reziproken Nutzen („wie Du mir, so ich Dir“) oder durch den Wunsch nach Verbreitung der eigenen Gene („ich unterstütze andere dann, wenn sie mit mir verwandt sind, weil sie meine Gene tragen“) erklärt werden kann. Zu den zentralen Motiven des Menschen zählt ein biologisch in uns verankerter Wunsch nach sozialer Akzeptanz und guten zwischenmenschlichen Beziehungen.

Menschliche Aggression – so Joachim Bauer in seinem neuen Buch „Schmerzgrenze“ (Blessing Verlag) – steht im Dienste des Erhalts und der Verteidigung von zwischenmenschlichen Bindungen und folgt dem von Bauer formulierten „Gesetz der Schmerzgrenze“. Die Schmerzzentren des menschlichen Gehirns reagieren nicht nur auf körperlichen Schmerz, sondern auch auf soziale Ausgrenzung und Demütigung. Damit wird erstmals verständlich, warum Menschen nicht nur auf die Zufügung von Schmerzen aggressiv reagieren, sondern auch auf die soziale Ausgrenzung.

 
 
 
Freitag, 19. August 2011

Es knarrt

Lyrisches Edbeben am Piano von und mit Markus Heiniger

 
 
 

In seinen Liedern und Texten lässt Markus Heiniger uns vergessen, was wir alle schon lange einmal vergessen wollten: Die Welt. Aber natürlich wendet er sich ihr vor allem auch zu, der Welt, mit all ihren Tücken und Widersprüchen. Und mit all ihren Gefahren. "Lyrische Erdbeben am Piano" heisst denn auch der Untertitel des Programms. Und dies ist zumindest schon mal eine handwerkliche Ansage. Denn Markus Heiniger arbeitet mit Versmass und Reim. Mit Melodie, Harmonie und Rhythmus. Ein Liedermacher eben. Bühnenpartner und Wegbegleiter waren bislang die Baselbieter Liedermacher Aernschd Born, Glood und Max Mundwiler, der Berner Troubadour Fritz Widmer, der Emmentaler Berg-und-Tal-Sänger Tinu Heiniger und nicht zuletzt Polo Hofer. Aber auch mit den Berlinern Martin Betz und Holger Saarmann stand er schon auf den Brettern, die die Welt bedeuten, von Mainz bis Teneriffa.

Was hat uns der legendäre afrikanische Zolli-Elefantenbulle Katoto heute noch zu sagen? Was ein knarrender Steg am Rhein? Und wie strapazierfähig ist Goethes Sprache ("Es sind einmal zwei Pädagogen zusammen Würste bräteln gogen")? Dies alles und noch viel mehr gilt es bei Markus Heiniger in seinem dreisprachigen Programm zu entdecken: Berndeutsch mit der Muttermilch, Baseldeutsch im Sandkasten und Hochdeutsch am Küchenradio. Und angefangen hat seine Karriere mit einem Blackout. Aber diese Geschichte finden Sie auf http://www.m-heiniger.ch.

 
Mittwoch, 23. Oktober 2013

Mensch!

Podiumsveranstaltung: Was macht den Menschen zum Menschen?
 
 
 

Die Naturwissenschaften geben Antworten über die Funktionen des menschlichen Gehirns. Aus Sicht der Evolutionslehre steht der Mensch in einer prozesshaften Weiterentwicklung. Die Botschaft aus der Bibel sagt, dass hinter der Entstehung jeden Lebens ein schöpferischer Plan steht. Weltanschauungen prägen unser Denken und unsere Haltung zum Leben: Je nachdem, welche Orientierung ihm wichtiger oder plausibler erscheint, gestaltet der Mensch sein Leben, legt ethische Massstäbe fest, findet sich mit den gegebenen Umständen ab oder sucht Halt und Hoffnung im Glauben an einen Schöpfer.

Eine Gedankenreise mit
Martina Bernasconi, Philosophin
Dr. med. Thomas Ehrensperger, Hausarzt und Psychotherapeut
Ludwig Hesse, Spitalseelsorger
Viviane Laier, Bewegungstherapeutin
Gesprächsleitung: Cornelia Kazis