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archiv veranstaltungen 2007
Jahresthema «Religion»

 
 
Mittwoch, 10. mai 2007

Was ist eine gute Religion?

Podiumsveranstaltung mit Rifa'at Lenzin, Ina Prätorius, Bea Wyler und Lilo Roost Vischer (Leitung)
 
 
 
 

In unserer Veranstaltung im März zum Thema «Rückkehr der Religionen?» wurde anhand der Nationalfondsstudien etwa folgende religiöse Landschaft in der Schweiz gezeichnet: Die Religionen sind nicht aus der Öffentlichkeit verschwunden, das Beten als Frömmigkeitsform ist sogar recht verbreitet. Andererseits verändert und differenziert sich persönlicher Glaube je nach persönlichen Bedürfnissen und ohne Bindung an feste Institutionen.

Das neue Interesse an den Religionen ist kaum zu trennen von dem Phänomen, dass sich religiöse Organisationen und Religionen aus religiösen Gründen, nicht immer ohne Gewalt, in politische Auseinandersetzungen einmischen. Dazu wächst die Suche und Sehnsucht nach Tiefe, Heil und Sinn für das persönliche Leben. Daher ist die Fragestellung, der an der Podiumsdiskussion nachgegangen werden soll eine doppelte: Einerseits: was ist eine gute Religion für ein Zusammenleben in der Schweiz? Damit verbunden ist die Frage nach Auftreten der Religionen und deren Beteiligung an sozial und politisch brisanten Themen. Andererseits geht es auch um die einzelnen Religionen, die für einzelne Personen Quellen des Glücks und Inspiration zum ‚guten Leben’ sein wollen. Welchen Beitrag können also Religionen sowohl zum «privaten Heil» als auch «öffentlichen Frieden» leisten? Was muss getan werden, damit kulturelle und religiöse Vielfalt gedeihen kann? Diese Fragen werden mit drei kompetenten Frauen aus den abrahamitischen Religionen (Islam, Judentum und Christentum) unter der Leitung von Lilo Roost Vischer diskutiert.

Rifa'at Lenzin, Islamwissenschaftlerin und Publizistin
Dr. theol. Ina Prätorius, evangelische Theologin, freie Autorin
Rabbiner Bea Wyler
Dr. phil. Lilo Roost Vischer, Religionsverantwortliche Integration Basel

Freitag, 14 September 2007

Das Land, wo man nie stirbt

Märchen und Musik vom sterben mit Paul Strahm, Monica Forster-Correa und  Joachim Pfeffinger.
 
 
 
 

Im Märchen steht der Tod mitten im Leben, und das Leben sitzt mitten im Tod – ein Kreislauf von Lebendigkeit und Ruhe, von Sterben und Auferstehen, von Abschied, Verlust, Veränderung und Neubeginn oder Fortsetzung. Sie hören bewegende und belebende Geschichten voller Zuversicht und Hoffnung.

Paul Strahm ist Lehrer und Heilpädagoge für behinderte Jugendlichen sowie Märchenerzähler. Bekannt wurde er durch seine Tiermärchen-Nachmittage und Führungen im Zolli Basel.. In dessen Auftrag verfasste er drei Bücher und CD’s. Inzwischen hat er sich in der deutschen Schweiz auch mit Märchen für Erwachsene einen Namen gemacht.

Monica Forster Corrêa ist in São Paulo (Brasilien) geboren. Mit 9 Jahren bekam sie ihr erstes Cello. 1974 siedelte sie nach Deutschland über. Sie stu-dierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt bei Professor Gerhard Mantel. Seit 1996 lebt sie in Rheinfelden und spielt in diver-sen Formationen. Sie unterrichtet an den Musik-schulen von Lörrach und dem mittleren Wiesental.

Joachim Pfeffinger: Mit 12 Jahren entdeckte er die Musik, die ihn seither intensiv durch sein Leben begleitet. Er hat viele Konzerterfahrun-gen im Solo- und Ensemblespiel gesammelt. Er studierte Architektur und organisierte weiterhin Konzerte. Bei Philipe Racine in Basel bildete er sich weiter.

 
 
 
Dienstag, 27. November 2007

In geschichten verstrickt

Die Bedeutung von Ritualen und Geschichten für die religiöse Erfahrung mit Albrecht Grözinger
 
 
 

Der Philosoph Wilhelm Schapp hat davon gesprochen, dass wir Menschen immer „in Geschichten verstrickt“ seien.

Wenn wir Menschen uns auf uns selbst besinnen, auf das, was wir sein wollen, was wir erhoffen und wovor wir uns fürchten, dann beziehen wir uns immer auf Geschichten. Seien dies Märchen und Sagen, oder auch Romane und Erzählungen, aber auch die biblischen Geschichten. In diesen Geschichten erkennen wir uns gleichsam wieder, auch wenn diese Geschichten oft schon alt, manchmal ur-alt sind. Alte Geschichten wollen immer wieder aufs Neue lebendig werden. Dies geschieht nicht zuletzt mittels von Ritualen. In den Ritualen vergegenwärtigen wir die alten Menschheitsgeschichten.

Da alle Religionen die Frage nach dem Menschen thematisieren, sind in ihnen auf ganz selbstverständliche Weise Geschichten und Rituale präsent. Das Judentum und das Christentum haben ein besonders enges Verhältnis von Gottesgeschichte und Menschengeschichte ausgeprägt. Diesen Zusammenhängen möchte der Vortrag nachgehen.

Albrecht Grözinger ist Professor für praktische Theologie an der Universität Basel